Civil Civic hatte ich
hier schon mal, ein paar Internetschnipsel, die Lust auf mehr machten. Letzten Mittwoch war es dann soweit, die Band spielte im Fundbuerau vor einer handvoll Leuten.
Band? Naja,
Civil Civic sind zwei Australier mit Bass bzw. Gitarre und eine Licht-Drum-Keyboard-Dingens-Kiste in der Mitte. Und ein Haufen Effekte. Da wird dann munter drauf losgeschreddelt, das Publikum ist zweitrangig. Ein ziemlich eigenständiges Ergebnis, mal knallt das ganz gut, dann auch eher ruhige Passagen oder mal ordentlich Lärm. Mangels (Gesangs-)Micro gibt es kein dummes Gequatsche. Die Jungs spielen einfach ihr eigenes Ding, das könnten sie genauso gut zuhause vor dem Computer machen. Aber das es Spass macht, sich das anzuhören und mitzuwippen, finde ich es nett, dass sie das auch live machen.
Im Anschluss habe ich die noch gar nicht offiziell veröffentlichte CD erworben, das Teil ist selbstproduziert und auch die Konserve macht Spass. Beim Verkaufsgespräch wurde vom Gitarristen noch darauf hingewiesen, dass alle Berichte des offiziellen
Civil Civic Blogs absolut wahr sein.
Bevor ich hier auf
Civil Civic umschwenke, weil die demnächst im Fundbureau aufspielen werden, noch schnell den Song für den letzten Monat. Im Zuge von Aufräumarbeiten und dem Wiedersehen mit einem meiner Lieblingsgitarristen ist nicht nur eine Bootleg der legendären Boxjellyfisharedeadlyinnorthernwaters* aufgetaucht. Nein, auch sonst wurde einige ausgegraben und dann war der Monat rum und das Frühwerk von Public Image Ltd. schallte mit Abstand am häufigsten durch meine Boxen. Diesmal fand ich es schwierig, mich auf einen Song festzulegen, aber das wunderbare "Poptones" von den Peel Sessions musste sich dann doch dem Titelsong des ersten Platte "Public Image" geschlagen geben. Das klingt alles gar nicht so alt, wie es ist.
*Musikalisch war das ok. Aber bei Mischpultmischnitten ist genau das zu laut, was ich hier freundlicherweise mal als "kreative Schwachstelle" des Projektes bezeichnen möchte.
Song für Juli entfiel, da ich ziemlich lange ohne Musik (abgesehen von Supermarktmuzak und Campingplatztechno) durch Schweden geradelt bin. Zurück in Hamburg, habe ich tatsächlich meinen Plattenspieler in Betrieb gesetzt, hauptsächlich um die wunderschöne Platte von Blumenamarschderhölle zu hören. Müsste man auch mal digitalisieren ...
Weil ich ja wegen des vergeblichen Versuches, mir eine Spackenband schönzutrinken,
kein Geld mehr für die neue CD hatte, musste ich mir das Stück über die Internetseite von
Zwei Tage: Ohne Schnupftabak nehmen. Von Wegen CD ist tot: Die Luxusedition wartet mit BigBand-Versionen-Maxi, Platte-Live-im-Proberaum-DVD, Buttons, spitzen Schnupftuch, Feuerzeug, Button und Aufkleber. Und sieht absolut gut aus. Was aber wichtiger ist: klingt auch super. Eigentlich läuft hier die CD und Maxi hintereinander weg in der Dauerschleife (manchmal unterbrochen von
option weg). Da muss man nix aussortieren, dass geht hübsch nach vorne los. Die Jungs vom Nachbarbüro waren genervt, mein Namensvetter in der Anstalt hat nur mit den Augen gerollt, meine Chefin hält mich weiterhin für einen Spinner. Also alles gut.
In diesem Fall eher "leider" muss ich mich auf ein Stück festlegen, weil es schließlich um den Song des Monats geht. Die BigBand-Version von "Mr. Aufziehvogel" ist knapp gescheitert, ich habe mich für "Abspann" entschieden. Das ist so schön selbstreferentiell/-ironisch: "Keine Lieder mehr wie diese, über langweilige Leben. (Oder hört gefälligst auf, mir davon zu erzählen)." Besser kann man eine CD bzw. ein Konzert doch eigentlich nicht aufhören.
(Die Welt ist klein: Mein Quasischwager turnt im Hintergrund der DVD mit der Kamera rum. Hätte ich wissen können.)
Ja, ja. Spät wie immer. Aber im Kopp schon lange fertiger Eintrag. Und wo kommen wir den dahin, wenn wir uns den Monatswechsel vom Kalender vorschreiben lassen?!?
Als Vorbereitung für das Gründonnerstags-Konzert im Størte hatte ich die Seite von
Wir nicht. aufgesucht und mich an den dort angebotenen Demosongs und Videos delektiert. Der Song "Mein Auto" pflanzte sich dabei schnell und dauerhaft in meine Hirnwindungen. Trotz "huhuhu"-Backgroundgeheul, was gleichbedeutend mit besser gar nicht erst der besten Freundin von allen vorspielen, und nur schwerlich erschließbaren Text. Ich würde mal sagen die Grundrichtung ist "gegen irgendwas mit Medien" ... wegen verschwurbelter Versführung schwer auswendig zu lernender Refrain auch. Egal, hier geht's um die Songs aus meiner Dauerrotation für den Monat und das war nun mal dieser Song.