Friday, May 30. 2008
Pflichtpunk
Zwei der besten derzeit aktiven deutschen Punkbands (plus eine dritte) spielen heute im ehemaligen TAZ-Gebäude in der Chemnitzstraße. Alle anderen Termine absagen, hingehen.
Sunday, March 30. 2008
Passend für den punkgeneigten Besuch aus Italien
Das legendäre Størte öffnet seine Hallen:
Update: 4.4.08 - Besuch krank in Italien geblieben, gegenglueck krank. Das wird nix. Wiederauferstehung vielleicht morgen im Kaviarregen.
- Mischief Brew (Punk/Folk/Swing aus Philadelphia/USA)
Eher ungewönliche Instrumente in diesem Ambiente könnte diese Band dabei haben, kann man aber auch nicht wissen. Die Ausführungen auf der Webpage sind eher kryptisch. - frivolvol (Punk/HC aus Finnland)
Kann man auch als Urlaubsvorbereitung sehen. Oder um es mit Tommi Forsssträm (wer immer das sein mag) zu sagen: "Matematiikka-hardcorea lyhyen oppimäärän mukaan, screamoa suuren sydämen hittikoukuilla ja räjähtävää audiokiimaa 16 megatonnin latauksella." (Zitiert nach der Homepage der Band). Ziemlich gebrettert jedenfalls.
Update: 4.4.08 - Besuch krank in Italien geblieben, gegenglueck krank. Das wird nix. Wiederauferstehung vielleicht morgen im Kaviarregen.
Wednesday, March 19. 2008
The Splashdowns & Raumschiff Alpha
Im 3001 gibt es eine tolles Band&Film-Doppelpack. über den Film Raumschiff Alpha - I Criminali della Galassia (Italien 1965; Regie: Anthony Dawson; mit Tony Russel, Lisa Gastoni, Franco Nero, u.a.; 35mm; 97 Min.) heisst es im Programmheft:
Kann also nur gut sein. Danach gibt es noch "ein instrumentales Tribut an das NASA-Bodenpersonal zu Zeiten des Apollo-Programms" von den Splashdowns gepflegter Surfrock mit'nem Bier im Kinosessel. Dann mal los.
Mithilfe einer Armee künstlicher, aufblasbarer Frauen lässt ein böser Biologe die Führer der Vereinigten Demokratien miniaturisieren und entführen, um an ihnen abscheuliche Experimente vorzunehmen. Wen dieser Plot noch nicht ins Kino lockt, der sei auf das fantastische Design und die Fälle visueller Ideen verwiesen, die diesen Film auszeichnen. Eines der Glanzstücke italienischer Science Fiction!
Kann also nur gut sein. Danach gibt es noch "ein instrumentales Tribut an das NASA-Bodenpersonal zu Zeiten des Apollo-Programms" von den Splashdowns gepflegter Surfrock mit'nem Bier im Kinosessel. Dann mal los.
Friday, February 29. 2008
Heine & Wittgenstein singen
In der Fabrik: M. A. NUMMINEN singt Heine & Wittgenstein begleitet von Pedro Hietanen (Akkordeon & Klavier). Das ist sicher auch Punk. Aber sowas von.
Und besser als mit Kettcar Wehleid tanzen allemal.
Und besser als mit Kettcar Wehleid tanzen allemal.
Thursday, February 21. 2008
250 Gramm Blutwurst auf dem Weg zurück in den Stall
Das gesamte Paket Liebe scheitert daran, dass sich Wörter aufdrängen wie "für immer" oder "die Frau meines Lebens" oder "Traummann" oder der ganze Rest des fauligen abgehalfterten Modder.
Ich war gestern im Westwerk, wo die "erste europäische Lesung aus einer Schrankwand" namens Opeckta stattfand. Jens Rachut nebst Begleitung durch nicht ganz Unbekannte (Infos und mehr Termine bei Trümmer) machen was, das keine klassische Lesung ist, vielleicht kein Theater sein will aber fast so laut wie ein Konzert daherkommt. Teilweise als Liveübertragung aus den dunklen Bereichen der Schrankwand auf die Videoleinwand. Versatzstücke aus dem Hörspiel "Der Seuchenprinz", orgeluntermalte Songs von Oma Hans / Kommando Sonne-nmilch, Videoschnipsel, holländischen Fussballübertragungen ... das Publikum begleitet einen Angestellten vom Tod, eine für immer Schwangere und die wahrscheinlich einzige Liebhaberin der Stresemannstraße durch den Trümmerhaufen der menschlichen Existenz.
Die z. T. bekannten Songs bekommen hier im Licht der Grubenleuchten und im Zusammenhang mit den restlichen Texten nochmal eine ganz andere Intensität, was wieder mal deren Einzigartigkeit unterstreicht. (Man stelle sich mal den Normalpunksänger vor, wie er seine Texte solo oder nur mit dezenter Begleitung durch die Orgel von sich gibt. Vermutlich wäre das ziemlich armselig.) Nein, wir sind nicht zu alt für Punk, wir sind nur alt genug zu wissen, dass Punk nicht das immerwährende Abspulen der gleichen drei Akkorde ist. Während damit zu Zeiten des Punkhypes sogar Geld zu verdienen war (ist?), drohte in Vergessenheit zu geraten, dass da draußen nichts ist.
Jens Rachut spricht unmissverständlich Dinge aus, die sich andere nicht zu denken trauen. Weil's dann nämlich ganz traurig wird. Das kleine Glück, die vermeintlich netten Gesten, es läuft immer auf das depremierende gleiche hinaus:
Er landet irgendwo zwischen Siechtum und Tod, und zwar genau in der Mitte. Und so wird es vielen gehen. Außer denen, die Glück haben oder Geld. Beides passiert selten. Die meisten arbeiten und schlafen. Oder umgekehrt.
Einzig dem Organisten wird der Herzenswunsch erfüllt, aber dann ist das Glas leer.
(Nicht nur) zum Schluss heißt es: "Adios, ihr Pfeifen!" - Wer noch kann, sollte Opeckta nicht verpassen.
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